Hotel Eggerhof
Hotel Eggerhof

Vegane Ernährung bei Kindern - Die (7) Hauptregeln

Vegan

Nachhaltig, gut für die Umwelt und die eigene Gesundheit: Sich vegan zu ernähren, liegt im Trend. Für Erwachsene ist dieser Lebensstil in der Regel kein Problem, doch wer auch den Nachwuchs rein pflanzlich ernähren möchte, sollte einige Dinge beachten. Deshalb gilt für eine vegane Ernährung bei Kindern - die (7) Hauptregeln sollten im Auge behalten werden, damit die Kleinen sich gut entwickeln und gesund bleiben.

1. Auf die Versorgung mit Vitamin B 12 achten

Gerade für Kinder kann ein Mangel an Vitamin B 12 zu schweren, langfristigen Schäden führen. Auch wenn nicht abschließend geklärt ist, welcher Bestandteil tierischer Produkte das Vitamin enthält und ob die Versorgung eventuell auch mit rein pflanzlichen Lebensmitteln gewährleistet sein kann, sollten Eltern hier kein Risiko eingehen. In Absprache mit dem Kinderarzt ist es meist ratsam, Kindern Vitamin B 12 als Nahrungsergänzungsmittel zu geben.

2. Kalzium aus pflanzlichen Produkten

Unter anderem für das Wachstum der Knochen benötigen Kinder stets genügend Kalzium. Bei einer nicht-veganen Ernährung wird ein großer Teil des täglichen Kalziumbedarfs oft durch Kuhmilch oder Käse gedeckt. Für Veganer sind hingegen Süßkartoffeln, Brokkoli, Bohnen oder Mangold eine tolle Kalziumquelle. Auch spezielle Säfte können den Körper mit Kalzium versorgen. Mineralwasser kann ebenfalls als Kalziumlieferant genutzt werden.

3. Mit genügend Eisen versorgen

Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder (ebenso wie Erwachsene) ausreichend Eisen. Eisen ist unter anderem in Fleisch enthalten und muss bei einer veganen Lebensweise deshalb sinnvoll ersetzt werden. Blattgemüse und mehrere Bohnenarten enthalten zum Beispiel viel Eisen. Eisenreiche Lebensmittel sollten am besten zusammen mit reichlich Vitamin C gegessen werden, da das Eisen so noch besser vom Körper aufgenommen werden kann. Eine Mahlzeit, bei der vielleicht Bohnen und Paprika kombiniert werden, ist deshalb ideal.

4. Fett ist wichtig – aber nicht zu viel

Gerade kleine Kinder benötigen für ihr Wachstum genügend Fett – in der Regel ein wenig mehr als Erwachsene. Wenn die Fettversorgung nicht durch Fleisch, Käse oder Milchprodukte erfolgen kann, sollten Eltern beispielsweise pflanzliche Brotaufstriche mit Erdnussbutter oder Nüssen anbieten oder fettreiche Avocado servieren. Auch Sojabohnen oder ganze Veggie-Burger können eine schmackhafte Quelle für Fett sein. Allerdings darf die Menge an Fett nicht übertrieben werden, da das wiederum sehr ungesund sein kann. Vor allem in Süßigkeiten steckt häufig viel Fett, weshalb Kinder generell nicht zu viel davon naschen sollten.

5. Regelmäßig informieren und beraten lassen

Damit die gut gemeinte vegane Ernährung dem eigenen Kind keinesfalls schadet – etwa indem es mit bestimmten Nährstoffen unterversorgt ist – sollten Eltern sich stets gut informieren und regelmäßig vom (Kinder-)Arzt beraten lassen. Mängel, die in der frühen Kindheit entstehen, lassen sich oft ein Leben lang nicht mehr rückgängig machen. Das Kind beziehungsweise die Blutwerte und die gesamte Entwicklung regelmäßig von einem Arzt untersuchen und überwachen zu lassen, ist deshalb unumgänglich.

6. Zur Entscheidung stehen

Wenn Eltern sich dafür entschieden haben, ihr Kind vegan zu ernähren, sollten sie auch zu ihrer Entscheidung stehen. Früher oder später werden sich Mitmenschen (von Freunden, über die eigenen Eltern bis hin zu Nachbarn oder Kitabetreuern) kritisch äußern. Für diese Fälle sollten Eltern sich schon im Vorfeld Argumente überlegen. Auch das Kind sollte unbedingt zu Selbstbewusstsein erzogen werden, sodass es gut antworten kann und nicht etwa verunsichert ist, wenn beispielsweise andere Kinder nicht verstehen, warum es bestimmte Lebensmittel nicht essen mag.

7. Nicht zu dogmatisch sein

Gesunde Ernährung, frische Lebensmittel und selbst gekochtes Essen sind sehr wichtig. Jedoch sollten gerade vegane Eltern dabei nicht zu dogmatisch sein und ruhig mal ein Auge zudrücken. Kindern beispielsweise bestimmte Lebensmittel streng zu verbieten, führt spätestens dann zu Streit und Ablehnung, wenn Freunde die scheinbar leckeren Dinge essen.
Auch sollte kein Drama daraus gemacht werden, wenn vielleicht mal die Zeit fehlt, um selbst zu kochen. Manchmal können in diesem Fall auch Essensgutscheine, wie es sie zum Beispiel unter couporando.de gibt, die Lösung sein. Wer sich frische Zutaten direkt nach Hause liefern lässt, spart zumindest die Zeit für den Einkauf. Doch auch eine ganze Mahlzeit liefern zu lassen, sollte im Ausnahmefall erlaubt sein – und sei es die „ungesunde“ Pizza.

Bildquelle: © Wall Food (68711844@N07/flickr, CC BY-SA 2.0)